Wie schon im letzten Jahr hatte ich auch heuer die Ehre und den unglaublichen Hacken, den Jahreskalender für Physiotherm zu erarbeiten (Physiotherm ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung, im Design und letztlich im Bau von Infrarotkabinen bzw. allerlei Derivate, die im gesundheitlichen Bereich der Infrarot-Therapie denkmöglich sind).

Bereits im März war ich unterwegs, im Restschnee, zunächst nur mit der Drohne, weil ich der Ansicht war, dass Luftbilder im Alpinen sehr lässig sein würden. Das waren sie auch. Aber es zeigte sich, dass die Drohne in exponiertem Gelände zwar zum Abheben gebracht werden konnte, die Landungen jedoch waren extrem spannend – zu extrem spannend. Die Umstände hätten mich entweder sehr viele Rotorblätter oder die Drohne selbst gekostet…also verwarf ich das mal. Ausserdem war die Qualität der Bilder nicht vergleichbar mit der einer Spiegelreflexkamera.

Für 2018 hatte ich den Schwerpunkt „Wege“ gewählt. Es ist ein philosophisches und demgemäß literarisch breit aufgearbeitetes Thema, also wahrscheinlich auch nicht allzu schwer in der fotografischen Umsetzung, dachte ich mir….

Weit gefehlt, Herr Philipp. Selten hatte ich mich so getäuscht. Diese Wege zu finden, vor allem bei passendem Wetter und Licht, war alles andere als einfach und hat mich das ganze Jahr über bis Ende Oktober auf den Berg befohlen. Tausende Höhenmeter später ist der Kalender nun fertig geworden, wobei ich kleinlich leidend dazusagen muss, dass kein Bild aus den mühevollsten Touren in die Endauswahl gelangte. Und der Herbst war, ganz im Gegenteil zu 2016, völlig unbrauchbar – grau, regnerisch, grauslich. Trotzdem bin ich froh, dieses Thema gewählt zu haben, weil ich die Wege selbst gehen musste, um sie zu finden. Und wer Umwege geht, kommt zwar später zum Ziel, aber sieht mehr von der Landschaft!

 

Für nächstes Jahr, so mein Vorhaben, muss es für mich ein bisschen einfacher werden. Und schon im Moment des Schreibens ist der Gedanke verworfen……

Die Arbeit geht genau jetzt los. Wünscht mir Glück!

Peter